Mur­jahn Natur­schutz Stif­tung 2019-10-17T12:50:36+00:00

MUR­JAHN NATUR­SCHUTZ STIF­TUNG

Es ist wich­tig, unser Natur­pa­ra­dies für unse­re Nach­kom­men zu erhal­ten

Vor vie­len Jah­ren habe ich die gemein­nüt­zi­ge Mur­jahn-Natur­schutz-Stif­tung ins Leben geru­fen. Sie hat sich zur Auf­ga­be gemacht, Bio­di­ver­si­tät und Arten­reich­tum zu för­dern. Bevor­zugt in unse­rer nähe­ren Hei­mat, aber auch andern­orts in Deutsch­land.

Gegen das Arten­ster­ben

Wir alle sehen, wie eine fehl­ge­lei­te­te Agrar- und Sub­ven­ti­ons­po­li­tik zu Mono­kul­tu­ren von Mais, Raps und ähn­li­chen Feld­früch­ten führt, die angeb­lich für die frag­wür­di­ge Ener­gie­wen­de unver­zicht­bar sind. Das Ergeb­nis sind aus­ge­räum­te Land­schaf­ten in denen weder Bie­nen, Reb­hüh­ner, Fasa­ne, Hasen oder Igel Nah­rung bzw. Deckung fin­den. Inzwi­schen wer­den 30 Pro­zent aller Acker­flä­chen in Deutsch­land mit soge­nann­ten Ener­gie­pflan­zen bestellt. Die­se Fel­der sind übli­cher­wei­se über­düngt und benö­ti­gen jähr­lich mehr­fa­che Behand­lung mit Pflan­zen­schutz­mit­tel. Ange­sichts die­ser Ver­hält­nis­se ist es kein Wun­der, wenn das Arten­ster­ben immer wei­ter vor­an­schrei­tet. Eine unmit­tel­ba­re Fol­ge ist auch der von uns allen zu beob­ach­ten­de Schwund unse­rer Sing­vö­gel. Auch das ist ein Ergeb­nis der aus­ge­räum­ten Land­schaf­ten und des Insek­ten­ster­bens, denn ohne Insek­ten kön­nen die Vögel ihren Nach­wuchs nicht groß­zie­hen!

Gemein­sam Lebens­räu­me schaf­fen und erhal­ten

Die Mur­jahn-Natur­schutz-Stif­tung unter­stützt des­halb Pro­jek­te im Umfeld des Eich­hofs, um Vögeln, Bie­nen, Insek­ten, Frö­schen und ande­rem Klein­ge­tier Lebens­raum zu erhal­ten bzw. zu schaf­fen. Des­halb legen wir auf unse­rem Wei­de­land Baum- und Strauch­in­seln an, die einer­seits unse­ren Tie­ren im Som­mer Schat­ten spen­den, aber auch Vögeln Nist­mög­lich­kei­ten bie­ten. Zusätz­lich pflan­zen wir neue Hecken und schaf­fen Blüh­strei­fen.

Bio­top für Tie­re

Eine viel­ver­spre­chen­de Maß­nah­me ist die Anla­ge eines klei­nen Tüm­pels auf einer Sumpf­wie­se, aus der sich ein Bio­top ent­wi­ckeln soll. Hier hof­fen wir, Frö­schen, Krö­ten, Lur­chen und Sala­man­dern, die nicht nur Feuch­tig­keit, son­dern auch einen Schutz­raum benö­ti­gen, Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten zu bie­ten.

Unter­schlupf für Vögel

Erwähnt sei­en auch die Pfle­ge­maß­nah­men auf einem Hügel in unmit­tel­ba­rer Nähe des Eich­hofs, dem soge­nann­ten „Apo­the­ker-Wäld­chen“. Durch unse­re forst­li­chen und gärt­ne­ri­schen Maß­nah­men, die schritt­wei­se von Jahr zu Jahr durch­ge­führt wer­den, hof­fen wir auf eine noch grö­ße­re Viel­falt der dort behei­ma­te­ten Tier- und Vogel­welt.

Wie ein jähr­li­ches Moni­to­ring zeigt, lebt auf dem Eich­hof-Gelän­de eine Rei­he von Vogel­ar­ten, die auf der roten Lis­te ste­hen. Unser Ziel ist es, deren Popu­la­ti­on mit den beschrie­be­nen Maß­nah­men zu sichern und aus­zu­bau­en.

Pro­jekt Eich­horst

Mit einem wich­ti­gen Pro­jekt ist die Mur­jahn-Natur­schutz-Stif­tung auch in Meck­len­burg-Vor­pom­mern aktiv.

Das Natur­schutz-Pro­jekt beinhal­tet die Umwand­lung eines 232 Hekt­ar gro­ßen Wald­ge­bie­tes, das im Lau­fe der nächs­ten Jah­re aus der übli­chen Forst­be­wirt­schaf­tung her­aus­ge­nom­men und sich selbst über­las­sen wer­den soll.

Meck­len­burg-Vor­pom­mern ist rela­tiv wenig besie­delt und bie­tet den Wild­tie­ren einen Lebens­raum, wie er in ande­ren Tei­len Deutsch­lands kaum noch vor­han­den ist. Das Gebiet des Natur­schutz­pro­jekts gehört zum natio­na­len Natur­er­be der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, das vor weni­gen Jah­ren von der Deut­schen Wild­tier Stif­tung in Obhut genom­men wur­de. Bei­de Stif­tun­gen arbei­ten bei die­sem Pro­jekt eng zusam­men.

Uralte Baum­be­stän­de

Im Eich­horst gibt es uralte Bestän­de von Eichen, Erlen, Buchen und Pap­peln sowie klei­ne Tüm­pel, die aus der letz­ten Eis­zeit stam­men. Der Wald ist ein Refu­gi­um für den vom Aus­ster­ben bedroh­ten Pom­mern­ad­ler und den sel­te­nen Schwarz­storch. Die Mur­jahn Natur­schutz Stif­tung hat für die­ses Wald­ge­biet eine Paten­schaft über­nom­men und betei­ligt sich an der Finan­zie­rung der forst­li­chen Maß­nah­men zur Wie­der­her­stel­lung eines Urwalds. Das ist ein Lang­zeit­pro­jekt, das sich über Gene­ra­tio­nen hin­zie­hen wird. Irgend­wann wird dort ein Zustand erreicht sein, in dem die Natur ohne Ein­grif­fe von außen ihren Lauf nimmt.

Deut­sche Wild­tier Stif­tung

Die pri­va­te gemein­nüt­zi­ge Deut­sche Wild­tier Stif­tung wur­de 1992 von dem Ham­bur­ger Unter­neh­mer Hay­mo G. Rethwisch gegrün­det. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Deutsch­lands wil­de Tie­re zu schüt­zen, ihre Lebens­räu­me zu erhal­ten und neue Natur­ge­bie­te zu schaf­fen. Stif­tungs­ka­pi­tal: 111 Mio. Euro

Deut­sche Wild­tier Stif­tung

Chris­toph-Probst-Weg 4, 20251 Ham­burg
Tele­fon (040) 970 7869 – 0

www.deutschewildtierstiftung.de

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